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BargeldnutzungHandwerkskammer fordert weiterhin Wahlfreiheit bei der Zahlung

15. Januar 2026 – Statement von Präsident Peteranderl

„Bargeld gehört zu einer vielfältigen, resilienten und kundenfreundlichen Wirtschaft. Die Möglichkeit, mit Bargeld zu bezahlen, muss deshalb als ein unverzichtbarer Zahlungsweg erhalten bleiben“, sagte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl.

Die Vollversammlung der Handwerkskammer hat sich in einer Resolution für die uneingeschränkte Beibehaltung der Bargeldnutzung im Geschäftsleben ausgesprochen und fordert politische Entscheidungsträger sowie die Wirtschaft auf, den Zugang zu und die Akzeptanz von Bargeld auch zukünftig sicherzustellen. Die Wahlfreiheit bei der Nutzung der verschiedenen Zahlungswege muss auch zukünftig voll gewahrt bleiben.



Dafür spricht eine Reihe von Argumenten:

  • Bargeld ermöglicht es Nachfragerinnen und Nachfragern wie auch Unternehmen, ihre Geschäfte frei und selbstbestimmt abzuwickeln. Es stellt ein elementares Zahlungsmittel dar, das ohne technische Voraussetzungen funktioniert und somit für alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen zugänglich ist.
  • Viele Handwerksbetriebe sind in hohem Maße auf Bargeldzahlungen angewiesen. Vor-Ort-Dienstleistungen und spontane Aufträge, oft an Orten mit eingeschränkter technischer Infrastruktur, profitieren von der einfachen und schnellen Abwicklung per Bargeld.
  • Zudem ist Barzahlung immer noch die präferierte Zahlungsmethode eines großen Teils der Kunden. Die Bargeldzahlung unterstützt somit die Flexibilität und Kundennähe der Betriebe.
  • Bargeldtransaktionen schützen die Privatsphäre, da sie keine persönlichen Daten erfordern und somit keine Rückverfolgung von Kaufgewohnheiten erlauben. Dies steht im Einklang mit dem hohen Stellenwert des Datenschutzes in Deutschland und fördert das Vertrauen der Verbraucher.
  • Bei krisenhaften Situationen wie technischen Störungen, Stromausfällen oder Cyberangriffen stellt Bargeld ein zuverlässiges und robustes Zahlungsmittel dar. Es trägt zur Resilienz der Wirtschaft bei und sichert den Handel auch in Ausnahmesituationen.
  • Nicht alle Menschen haben Zugang zu digitalen Zahlungsmethoden, sei es aus Altersgründen, fehlender technischer Ausstattung oder mangelhafter digitaler Kompetenz. Die Möglichkeit, bargeldlos zu bezahlen, darf daher nicht zur sozialen und wirtschaftlichen Ausgrenzung führen.




 

Robert Fleschütz

Abteilungsleiter Wirtschaftspolitik, Statistik

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