HandwerkskonjunkturHandwerk hofft auf den Aufschwung
29. Januar 2026 – Statement von Präsident Peteranderl
„Die Handwerksbetriebe würden gerne durchstarten, werden aber von den nach wie vor unzureichenden Rahmenbedingungen zurückgehalten. Gegen die schwierigen weltpolitischen Bedingungen ist wenig auszurichten, umso mehr ist es dringend notwendig, endlich eine Generalmodernisierung der deutschen Wirtschaftspolitik anzupacken“, sagte der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern Franz Xaver Peteranderl.
Die Handwerkskammer für München und Oberbayern hat ihren Konjunkturbericht für das 4. Quartal 2025 veröffentlicht. Dabei zeigt sich, dass die Handwerksbetriebe bei der Einschätzung von Lage und Entwicklung weiterhin Vorsicht walten lassen. Die Wettbewerbsprobleme der Industrie und die zurückhaltenden Verbraucher belasten weiterhin die Auftragslage. Immerhin hat sich die Stimmung bei Bau und Ausbau sowie Kfz etwas verbessert.
Zentrale Inhalte des aktuellen Konjunkturberichts der Handwerkskammer zum 4. Quartal 2025:
- 81 % der Betriebe beurteilten ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend. Dieser Wert liegt 1 Punkt über dem Vorjahresquartal.
- 18 % der Betriebe meldeten steigende, 54 % konstante Umsätze. Die Werte liegen 3 Punkte unter bzw. 5 Punkte über dem Vorjahresquartal. Die Summe der Umsätze lag bei 15,2 Mrd. Euro, nominal 2,1 % über dem Vorjahresniveau, real aber erneut im Minus.
- Die Anzahl der tätigen Personen lag Ende des 4. Quartals 2025 bei 309.700 und damit um 1,2 % unter dem Vorjahreswert. 9 % der Betriebe meldeten einen Beschäftigungsaufbau, 16 % waren zu einem Abbau gezwungen.
- 15 % der Betriebe verzeichneten gestiegene Auftragseingänge, 50 % gleichbleibende. Die Auftragsreichweite lag bei 7,6 Wochen.
- Die Auslastung stieg um 2 Punkte auf 77 %.
- Für das 1. Quartal 2026 rechneten 7 % der Betriebe mit besseren und 22 % mit schlechteren Geschäften, 2 über bzw. 6 Punkte unter den Vorjahreswerten.
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