BHT mahnt Senkung der Lohnzusatzkosten anPeteranderl: "Wesentlicher Kostenfaktor im personalintensiven Handwerk"
22. September 2026
Mit Blick auf die von Bundeskanzler Friedrich Merz ins Spiel gebrachten Änderungen bei der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Privaten Krankenversicherung (PKV) mahnt der Bayerische Handwerkstag (BHT) eine grundsätzliche Senkung der Lohnzusatzkosten an. „Die Sozialversicherungsbeiträge liegen mit 42,3 Prozent auf einem historischen Höchststand und machen einen wesentlichen Kostenfaktor im personalintensiven Handwerk aus. Der kontinuierliche Anstieg schwächt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und gefährdet Arbeitsplätze“, betont BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl. Zudem bleibe den Beschäftigten wegen der steigenden Lohnzusatzkosten weniger „Netto vom Brutto“, was die Binnennachfrage schwäche. Von dieser ist das Handwerk in besonderem Maße abhängig.
Das bayerische Handwerk fordert, die Sozialversicherungssysteme zukunftsfest aufzustellen. Dafür müssen die Lohnzusatzkosten dauerhaft abgesenkt und auf höchstens 40 Prozent gedeckelt werden. Peteranderl: „Die Bundesregierung muss die dafür notwendigen Maßnahmen auf den Weg bringen. Das Gesundheitssystem muss insgesamt effizienter gemacht werden, um den weiter steigenden Beiträgen entgegenzuwirken. Dafür bedarf es mittel- und langfristiger Strukturreformen, in deren Zuge Wirtschaftlichkeitsreserven aktiviert werden.“