Dani Oshi
Bei der Veranstaltung in der Bayerischen Vertretung: Christine Singer, MdEP, WHKT-Präsident Berthold Schröder, Sabrina Repp, MdEP, Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt, Unternehmerin Claudia Wackerbauer, Dr. Armin Hartmuth, Leiter EU-Vertretung Freistaat Bayern (vorne v.l.n.r.), BHT-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Hüpers, Unternehmer Peter Küpper, BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl, Ralph Schmitt-Nilson, Referatsleiter Europäische Kommission (hinten v.l.n.r.).

BHT und WHKT treten in Brüssel für stärkere Rolle von Handwerk und KMU einPeteranderl und Schröder: "Betriebe in den Fokus rücken, Wettbewerbsfähigkeit stärken"

17. April 2026

Der Bayerische Handwerkstag (BHT) und der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT) haben bei einer gemeinsamen Veranstaltung vor rund 130 Gästen in der Vertretung des Freistaates Bayern bei der Europäischen Union in Brüssel deutlich gemacht, dass die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Europa untrennbar mit einer stärkeren Rolle für Handwerksbetriebe sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) verbunden ist.

„Das Handwerk in Bayern und Nordrhein-Westfalen beschäftigt mehr als 2,1 Millionen Menschen. Die rund 414.000 Betriebe konnten 2025 einen Umsatz von ca. 301 Milliarden Euro erwirtschaften. Unsere Betriebe sind elementar für die Grundversorgung – als Zulieferer und Unternehmensdienstleister, als wichtiger Bestandteil der industriellen Wertschöpfungskette sowie als Macher der Energiewende. Doch dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Viele Handwerkerinnen und Handwerker spüren in ihrem Betriebsalltag, dass die Bürokratie immer weiter zunimmt. Dabei brauchen wir im ordnungspolitischen Bereich nicht mehr, sondern weniger Staat. Anstatt sich im Klein-Klein der Regulierung zu verlieren, müssen EU und Bundesrepublik für eine gesicherte Energieversorgung, einen stabilen Außenhandel und eine tragfähige Strukturpolitik sorgen“, forderte BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl.

WHKT-Präsident Berthold Schröder betonte: „Handwerksbetriebe sind Leistungsträger. Die Forderung nach stärkerer Mittelstandspolitik und vor allem nach ‚think small first‘ im Bereich der Gesetzgebung sind kein Ruf nach Almosen. Im Gegenteil: Damit es gelingt, die Wettbewerbsfähigkeit der EU nachhaltig zu steigern, brauchen wir Instrumente, die es der großen Mehrheit von Betrieben in Europa ermöglichen, ihre Potenziale zu heben.“

„Wettbewerbsfähigkeit entsteht im Zusammenspiel von politischer Strategie und regionaler Umsetzung, von großen Linien und täglicher Praxis. Es braucht eine Doppelstrategie aus großen Industrieprojekten mit europäischen Champions auf der einen und einer Politik, die Handwerk und KMU stärker ins Zentrum stellt, auf der anderen Seite. Unsere Betriebe treiben mit Eigeninitiative und Innovationsgeist die Entwicklung in den Regionen voran. Dafür brauchen sie die Unterstützung von Kommission und Parlament: Wettbewerbsfähigkeit entsteht durch Freiräume für unternehmerische Entscheidungen und nicht durch zusätzliche Vorschriften“, machte BHT-Hauptgeschäftsführer Dr. Frank Hüpers deutlich.

WHKT-Hauptgeschäftsführer Dr. Florian Hartmann ergänzte: „Zurzeit wird auf europäischer Ebene der Mehrjährige Finanzrahmen der EU verhandelt. Er ist ein wesentlicher Baustein für die politische Ausrichtung der Europapolitik im Zeitraum 2028-2034. Handwerksbetriebe sind Stabilitätsanker in den Regionen. Wir setzen uns deswegen dafür ein, dass der künftige Finanzrahmen die Rolle der Regionen und der dort tätigen Betriebe für Wachstum und Wohlstand in der EU angemessen berücksichtigt.“

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