Bayerischer Handwerkstag (BHT) zum „Tankrabatt“Peteranderl: "Neben kurzfristigen Maßnahmen brauchen wir Strukturreformen, die nachhaltig entlasten"
13. April 2026
Der Bayerische Handwerkstag (BHT) begrüßt die Senkung der Energiesteuer um 16,7 Cent pro Liter. „Der von der Bundesregierung angekündigte ‚Tankrabatt‘ muss angesichts der davonlaufenden Spritpreise schnell und in voller Höhe bei Wirtschaft und Verbrauchern ankommen“, fordert BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl. Angesichts der auf zwei Monate begrenzten Senkung sind weitere Maßnahmen zwingend nötig. „Es ist leider zu erwarten, dass die geopolitischen Risiken, die den Rohölpreis immer weiter steigen lassen, längerfristig anhalten werden. Union und SPD müssen Strukturreformen anstoßen, die schnell wirken und unsere Betriebe nachhaltig entlasten“, betont Peteranderl. So müsse die Energieversorgung breiter aufgestellt werden. Dazu bedürfe es u.a. einer Technologieoffenheit bei der Energiegewinnung, wie sie das bayerische Handwerk schon länger fordert. Zudem mahnt der BHT-Präsident, „die Stromsteuer endlich für alle auf das europäische Mindestmaß zu senken, wie es im Koalitionsvertrag versprochen war.“
Weiter fordert das bayerische Handwerk, die für 2027 geplante Einkommensteuerreform vorzuziehen und so auszugestalten, dass Einzel- und Personenunternehmen davon profitieren. Peteranderl: „Dann wären die Betriebe auch eher in der Lage, die steuer- und abgabenfreie Prämie für ihre Mitarbeitenden zu tragen.“ Der Soli sollte endgültig gestrichen werden. Um die Arbeitskosten in Deutschland zu senken und den Standort wettbewerbsfähiger zu machen, müssen die sozialen Sicherungssysteme reformiert und zukunftsfähig aufgestellt werden.