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BHT zum Rechtsanspruch auf Heimarbeit

Franz Xaver Peteranderl
Peteranderl: "Gleichbehandlung innerhalb der Belegschaft wird gefährdet"

6. Oktober 2020

Der Bayerische Handwerkstag (BHT) lehnt die Gesetzesinitiative von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil zur Regelung der Heimarbeit ab. „Den Arbeitsort festzulegen, ist originäre Aufgabe des Arbeitgebers. Hier sollte der Gesetzgeber nicht eingreifen“, betont BHT-Präsident Franz Xaver Peteranderl. Außerdem sind der mit der Homeoffice-Regelung verbundene Verwaltungsaufwand, etwa für die Erstellung der erforderlichen Gefährdungsbeurteilung bei Heimarbeit, und zu erwartende Kosten, wie z.B. für die digitale Zeiterfassung und die technische Büroausstattung, für kleine und mittlere Handwerksbetriebe oftmals nur schwer zu stemmen. Ebenso stellt die Gewährleistung der Datensicherheit Betriebe und Mitarbeiter vor Herausforderungen.

Die rund 150 Handwerksberufe zeichnen sich zu großen Teilen durch die Erbringung von Dienstleistungen beim Kunden aus – ein Rechtsanspruch auf 24 Tage Homeoffice pro Jahr ist in den allermeisten Fällen schlichtweg nicht umsetzbar. „Die Gleichbehandlung innerhalb der Belegschaft wird gefährdet, wenn beispielsweise in einem Bauunternehmen die Verwaltungsmitarbeiter von zu Hause arbeiten, während die Maurer ihre Arbeit nur auf der Baustelle verrichten können“, sagt Peteranderl. Hinzu kommt weiterer bürokratischer Aufwand: So muss der Betrieb in jedem Einzelfall mit Verweis auf betriebliche Gründe darlegen, warum der Antrag auf Homeoffice abgelehnt wird oder begründen, warum die Tätigkeit nicht dafür geeignet ist.

 Ansprechpartner

Jens Christopher Ulrich
Stabsstellenleiter, Pressesprecher

Telefon 089 5119-122
Fax 089 5119-129
jens-christopher.ulrich--at--hwk-muenchen.de



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