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Von einer erneut schwierigen Situation auf dem
Ausbildungsstellenmarkt berichtete Hauptgeschäftsführer Bernd
Lenze bei der Mitgliederversammlung des Bayerischen
Handwerkstages (BHT) am 20. Oktober 2005 in Passau.
Es falle den Handwerksbetrieben aufgrund ihrer
wirtschaftlichen Situation schwer, ausreichend
Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, andererseits seien
sie sich dessen bewusst, dass sie ihren Berufsnachwuchs selbst
ausbilden müssten. Lenze: "Immerhin liegt die
Ausbildungsquote im bayerischen Handwerk mit 10 Prozent der
Beschäftigten wesentlich höher als in jedem anderen
Wirtschaftszweig."
Mit rund 25.500 neuen Ausbildungsverträgen zum 30. September
liege das bayerische Handwerk zwar um 5,7 Prozent unter dem
Stand des Vorjahres, es musste allerdings auch einen
Beschäftigungsrückgang um fünf Prozent verkraften. Man sei
aber sehr zuversichtlich, dass das Ergebnis in den nächsten
Wochen noch wesentlich verbessert werden kann. Die Werbung
zusätzlicher Lehrstellen laufe auf vollen Touren. Die Vorgaben
des Ausbildungspaktes habe das bayerische Handwerk mit rund 7000
eingeworbenen Ausbildungsplätzen und 2745 neuen EQJ-Plätzen
für die berufliche Einstiegsqualifikation Jugendlicher mehr als
übererfüllt. Andererseits fehlten aber auch geeignete Bewerber
für angebotene Lehrstellen: allein im vergangenen Jahr blieben
14 Prozent aller im bayerischen Handwerk angebotenen
Ausbildungsplätze unbesetzt. Lenze: "Das waren immerhin
5100, 3000 Lehrstellen wurden trotz Zusage nicht
angetreten."
Lenze konnte in Passau einen beachtlichen Marketingerfolg
für das bayerische Handwerk verkünden: Der vom Bayerischen
Handwerkstag initiierten und von zahlreichen
Landesfachverbänden getragenen Imagekampagne "Ohne
Meister: Scheibenkleister!" ist es in kürzester Zeit
gelungen, dass rund ein Viertel der Bevölkerung in Bayern
diesen Slogan kennt. Bei Jung und Alt kommt er besonders gut an.
Für das nächste Jahr richte der Bayerische Handwerkstag seine
Marketingaktivitäten auf die große Ausstellung "Bayerns
Weg in die Moderne - Bayerisches Handwerk 1806 bis 2006" im
Deutschen Museum in München, erklärte der
BHT-Hauptgeschäftsführer.
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