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Als die Leistungselite des bayerischen Handwerkernachwuchses
bezeichnete der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT),
Heinrich Traublinger, MdL, die 108 Landessiegerinnen und -sieger
beim Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend bei der
Abschlussfeier des Wettbewerbs am 21. Oktober 2005 in Passau.
Die handwerkliche Berufsausbildung richte sich gezielt an
leistungswillige und leistungsfähige Jugendliche und biete
diesen im Gegenzug eine fundierte Berufsausbildung mit
herausragenden Berufs- und Karrierechancen.
Traublinger appellierte an die Landessiegerinnen und -sieger,
den "Karriereturbo" einzuschalten. Das nächste
berufliche Ziel sollte die Meisterprüfung sein, die es
natürlich weiterhin in jedem Handwerksberuf gebe. Der
Handwerksmeister sei die einzige systematische und anerkannte
Qualifikation zum selbstständigen Unternehmer, betonte der
BHT-Präsident. Handwerksmeister seien erfolgreiche Fach- und
Führungskräfte sowie gefragte Ausbilder. Auch und gerade in
den Handwerksberufen, in denen die Meisterprüfung formal nicht
mehr vorgeschrieben sei, sollte diese unbedingt angestrebt
werden. Traublinger: "Mit der Meisterprüfung wird den
Kunden Professionalität und Seriosität demonstriert."
BHT-Präsident Traublinger machte deutlich, dass
Handwerksbetriebe bei der Ausbildung oft Erstaunliches leisten.
Es könne allerdings nicht gelingen, Jugendliche ohne die
notwendige Berufsreife in eine ordentliche Berufsausbildung zu
übernehmen und sie als zukünftige Fach- und Führungskräfte
zu qualifizieren. Traublinger: "Betriebe können nicht
reparieren, was Schule und Familie versäumt haben." Eine
zu große Anzahl an Schulabgängerinnen und Schulabgängern
weise sogar Schwierigkeiten in den kulturellen Basistechniken
Lesen, Schreiben und Rechnen auf. Auch beim Sozialverhalten
würden häufig gutes Benehmen, Engagement und Teamfähigkeit
vermisst. So beklagten 48 Prozent der Ausbildungsbetriebe zu
große Bildungslücken aus der Schule, 54 Prozent der Betriebe
stellten eine zu geringe Motivation der Auszubildenden fest.
Traublinger konnte jedoch versprechen: "Für alle
engagierten Jugendlichen hingegen halte ich weiterhin meine
Aussage aufrecht, dass das bayerische Handwerk jedem
ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen ein
Lehrstellenangebot unterbreiten kann, wenn auch nicht immer in
seinem Wunschberuf bzw. an seinem unmittelbaren Wunschort."
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