Bayerisches Handwerk warnt:
Mehrwertsteuererhöhung ist Gift für die Konjunktur
Das bayerische Handwerk warnt eindringlich vor der schon fast
als selbstverständlich diskutierten Mehrwertsteuererhöhung um
zwei Prozentpunkte oder mehr. Der Präsident des Bayerischen
Handwerkstages
Heinrich Traublinger, MdL: „Eine solche Steuererhöhung zu
planen, während Handwerk und Handel unter der fatalen
Konsumschwäche leiden, ist unverantwortlich und Gift für die
Konjunktur!“
Allein die Diskussion verunsichere die Konsumenten zusätzlich
und führe mittelfristig zu weiteren massiven Umsatzeinbußen
gerade im gewerblichen Mittelstand. Vor allem das konsumnahe
Handwerk wäre von dem zusätzlichen Kaufkraftentzug von 16
Milliarden Euro bei einer Erhöhung um zwei Prozentpunkte
besonders betroffen.
Traublinger im Vorfeld der Veröffentlichung des Wahlprogramms
von CDU/CSU: „Ehe über Steuererhöhungen diskutiert wird,
muss ein Gesamtkonzept zum Abbau der Steuer- und Abgabenlast auf
den Tisch!“ Ferner sollte erwogen werden, arbeitsintensive
Dienstleistungen - wie in anderen Ländern - nur mit einem
ermäßigten Mehrwertsteuersatz zu belegen. Dies würde die
Schwarzarbeit zurückdrängen und die Binnennachfrage erheblich
beflügeln.