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Pressemitteilungen des bayerischen Handwerks

Pressemitteilung vom 01.6.2005

Haushaltssanierung in Berlin
Eigenheimzulage reformieren – nicht abschaffen

Die Eigenheimzulage, wichtige Stütze der mittelständischen Bauwirtschaft,
droht zum Sparopfer einer neuen Bundesregierung zu werden. Dies ist deshalb etwas erstaunlich, weil CDU und CSU bisher die Eigenheimzulage gegenüber den Streich-Wünschen von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) stets mit guten Argumenten verteidigt haben. Trotz Wahlkampf haben diese Argumente nichts von ihrer Berechtigung eingebüßt.
Ist schon die allgemeine Konjunkturlage in Deutschland unbefriedigend,
so gilt dies in erhöhtem Maße und schon viel zu lange für die Baukonjunktur. Die auf niedrigem Niveau laufenden Bauaktivitäten sind, soweit es um private Bauauftraggeber geht, in den letzten Jahren wesentlich durch die Eigenheimzulage gestützt worden. Gerade vielen jungen Haushalten wurde so der Erwerb eigener vier Wände erst möglich. Dazu der Präsident des Bayerischen Handwerkstages, Heinrich Traublinger, MdL: „Es wäre eine Härte für bauwillige Familien und Gift für die Baukonjunktur, wenn die Eigenheimzulage  ganz wegfiele.“

Das Handwerk plädiert für Reformen bei dieser Zulage. So könnten die Anschaffungskosten für Grund und Boden bei der Bemessungsgrundlage
für die Zulage herausgerechnet werden. Damit würde ein höherer Betrag an Bauleistungen förderfähig. Wenn der Gesetzgeber außerdem den Vorstellungen des Handwerks folgt und die Inanspruchnahme der Eigenheimzulage nur noch im Umfang vorgelegter regulärer Rechnungen zulässt, würde dies nicht nur der Bekämpfung von Schwarzarbeit dienen, sondern auch mehr Steuern und Sozialabgaben für die öffentlichen Kassen bringen. Der Beschäftigung am Bau würde diese Änderung ebenfalls dienen. Das wäre genau die dynamische Lösung in Richtung mehr Arbeitsplätze, die Ziel einer neuen Bundesregierung sein muss.

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