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Der Bayerische Handwerkstag (BHT) fordert im Vorfeld des
anstehenden "Krisengipfels" am Donnerstag in Berlin,
bei der diskutierten Unternehmenssteuerentlastung den
arbeitsintensiven und standorttreuen Mittelstand besonders zu
berücksichtigen und nicht nur Kapitalgesellschaften.
Denn die Rede ist von einer Absenkung der
Körperschaftssteuer auf 20 Prozent. Dies würde dem Handwerk
wenig nützen, denn nahezu 90 Prozent aller Handwerksunternehmen
sind Personenunternehmen. Für diese ist die Einkommenssteuer
relevant. "An dieser Schraube müssen wir drehen!", so
BHT-Präsident Heinrich Traublinger, MdL. Das Handwerk schlägt
vor, über den deutschen Tellerrand zu blicken und nach dem
sogenannten österreichischen Modell eine steuerliche
Begünstigung des nicht entnommenen Gewinns für
Personenunternehmen einzuführen. Hier ist entweder eine totale
Steuerbefreiung für nicht entnommene Gewinne bis 100 000 Euro
oder der halbe Durchschnittssteuersatz denkbar.
"Es darf auf gar keinen Fall sein," so Traublinger,"
dass der Mittelstand bei der Finanzierung der
Steuerbegünstigungen der Zahlmeister und die
Kapitalgesellschaften die Nutznießer sind." Dies betreffe
insbesondere die zur Disposition stehende Eigenheimzulage. Von
der profitiert bislang hauptsächlich das ohnehin arg gebeutelte
einheimische mittelständische Baugewerbe.
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