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Pressemitteilungen des bayerischen Handwerks

Pressemitteilung vom 14.3.2005

BHT-Präsident Heinrich Traublinger:
Mittelstand nicht be-, sondern entlasten!

Der Bayerische Handwerkstag (BHT) fordert im Vorfeld des anstehenden "Krisengipfels" am Donnerstag in Berlin, bei der diskutierten Unternehmenssteuerentlastung den arbeitsintensiven und standorttreuen Mittelstand besonders zu berücksichtigen und nicht nur Kapitalgesellschaften.

Denn die Rede ist von einer Absenkung der Körperschaftssteuer auf 20 Prozent. Dies würde dem Handwerk wenig nützen, denn nahezu 90 Prozent aller Handwerksunternehmen sind Personenunternehmen. Für diese ist die Einkommenssteuer relevant. "An dieser Schraube müssen wir drehen!", so BHT-Präsident Heinrich Traublinger, MdL. Das Handwerk schlägt vor, über den deutschen Tellerrand zu blicken und nach dem sogenannten österreichischen Modell eine steuerliche Begünstigung des nicht entnommenen Gewinns für Personenunternehmen einzuführen. Hier ist entweder eine totale Steuerbefreiung für nicht entnommene Gewinne bis 100 000 Euro oder der halbe Durchschnittssteuersatz denkbar.

"Es darf auf gar keinen Fall sein," so Traublinger," dass der Mittelstand bei der Finanzierung der Steuerbegünstigungen der Zahlmeister und die Kapitalgesellschaften die Nutznießer sind." Dies betreffe insbesondere die zur Disposition stehende Eigenheimzulage. Von der profitiert bislang hauptsächlich das ohnehin arg gebeutelte einheimische mittelständische Baugewerbe.

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