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Die Schwierigkeiten, mit denen die Baubranche gerade auch wegen
der schleppenden Zahlungsmoral durch die öffentliche Hand
kämpfen muss, werden am Beispiel der Insolvenz von Walter Bau
überdeutlich. Das Problem rücke immer dann ins öffentliche
Bewusstsein, wenn ein solches Großunternehmen in Schieflage
gerate, so der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT),
Heinrich Traublinger, MdL. "Wenn Klein- und Mittelbetrieb
Pleite gehen, interessiert das kaum jemanden", beklagt er.
Auch in Folge des Walter Bau-Konkurses stehe zu befürchten,
dass zahlreiche selbständige Klein- und Mittelbetriebe, die
erfolgreich wirtschafteten, mit dem Konzern in den Ruin gerissen
werden und damit zahlreiche Ausbildungs- und Arbeitsplätze
verloren gehen. Die Zeche zahlten die Subunternehmer des Bau-
und Ausbauhandwerks, die auf unbezahlten Rechnungen sitzen
blieben. Dadurch würden letztendlich die Unternehmensteile des
insolventen Konzerns auf Kosten der Kleinen entschuldet.
Der BHT-Präsident ruft die Politik auf, endlich ihren
Beitrag zu leisten, damit die Krise in der Bauwirtschaft nicht
noch weiter eskaliert. Allein im letzten Jahr sind im
bayerischen Bauhauptgewerbe knapp sieben Prozent aller
Arbeitsplätze verloren gegangen, das waren immerhin knapp 10
000. Dazu gehört neben einer allgemeinen Verbesserung der
Rahmenbedingungen, so Traublinger, dass die Eigenheimzulage in
modifizierter Form weiter geführt wird. Dazu gehört, dass die
Kommunen, Land und Bund ihre Bauinvestitionen nicht weiter
runter-, sondern wieder hochfahren und dazu gehört vor allem,
dass sich die Zahlungsmoral der öffentlichen Hand und
öffentlicher Unternehmen grundlegend verbessert.
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