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Konjunkturentwicklung in Bayern im 1. Quartal 2010

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Die Wirtschaftsleistung ist zu Jahresbeginn aufgrund von Sonderfaktoren saisonbereinigt leicht gesunken. Die konjunkturelle Grundtendenz blieb aber weiter aufwärtsgerichtet.

Der private Verbrauch hat im 1. Quartal kaum einen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung geleistet. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen beginnt sich langsam wieder zu erholen. Darauf deutet der seit einigen Monaten steigende Auftragseingang für Ausrüstungsgüter hin. Nachdem die Exporte im Januar überraschend deutlich gesunken sind, haben sie mittlerweile wieder spürbar zugelegt. Überdurchschnittlich stiegen die Ausfuhren in Länder außerhalb Europas. Die Verbraucherpreise zogen im März wegen der höheren Energiepreise stärker an und lagen um 1,1 % über dem Vorjahresniveau. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiter in einer bemerkenswert stabilen Verfassung. Die Erwerbslosenquote betrug zuletzt 8,5 (Vorjahr: 8,6 %).

Konjunktur

Entwicklung des bayerischen Handwerks im 1. Quartal 2010

Das bayerische Handwerk ist recht verhalten ins neue Jahr gestartet. Einerseits gingen vom konjunkturellen Umfeld keine Impulse aus. Andererseits dämpfte der extrem lange und schneereiche Winter die wirtschaftlichen Aktivitäten. Gleichwohl ist der Geschäftsklimaindex gegenüber dem Schlussvierteljahr 2009 um 2 auf 73 Punkte gestiegen, wofür vor allem die Erwartungskomponente verantwortlich war. Der Wert des krisenhaften Vorjahresquartals (65 Punkte) wurde klar übertroffen.

Die Beschäftigung nahm zu Jahresbeginn 2010 saisonbedingt ab. Vor allem das Baugewerbe musste wegen der sehr ungünstigen Witterung mehr Personal als sonst üblich entlassen. In den übrigen Handwerksbereichen verlief der personelle Saisonabschwung merklich moderater. Alles in allem lag die Zahl der Beschäftigten zum Ende des 1. Quartals um etwa 1,5 % unter dem Vorjahresstand.

Die Nachfrage erhielt in den ersten Monaten 2010 einen Dämpfer. Zum einen war hierfür der sehr harte Winter verantwortlich. Zum anderen kamen aber auch vom gesamtwirtschaftlichen Umfeld keine Impulse. Insgesamt lag die Auftragsreichweite mit 5,6 Wochen leicht über dem Vorjahresstand (5,2 Wochen).

Die Umsätze des Berichtsquartals blieben hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Zwei Gründe waren dafür ausschlaggebend: Erstens ist im Baugewerbe die Produktionstätigkeit witterungsbedingt zeitweise fast zum Erliegen gekommen. Zweitens hatte das Kraftfahrzeughandwerk wegen der stark rückläufigen Neuwagenkäufe Umsatzeinbußen zu verzeichnen.

Bei der Investitionsbereitschaft war eine Bodenbildung festzustellen. Die Firmen agierten zwar noch eher vorsichtig, haben aber ihre Investitionsausgaben gegenüber dem niedrigen Vorjahreswert immerhin leicht erhöht.

Nach dem schwachen Jahresauftakt rechnet man für das 2. Quartal mit einer spürbaren Geschäftsbelebung. Neben dem Frühjahrsaufschwung werden hierzu auch gewisse Nachholeffekte beitragen.

Konjunkturbericht Bayern 1. Quartal 2010


Archiv

Konjunkturbericht Bayern 4. Quartal 2009

Konjunkturbericht Bayern 3. Quartal 2009

Konjunkturbericht Bayern 2. Quartal 2009

Konjunkturbericht Bayern 1. Quartal 2009

Konjunkturbericht Bayern 4. Quartal 2008

Konjunkturbericht Bayern 3. Quartal 2008

Konjunkturbericht Bayern 2. Quartal 2008

Konjunkturbericht Bayern 1. Quartal 2008


Geschäftsbericht

Das bayerische Handwerk im Jahr 2008 und im 1. Halbjahr 2009

 

 

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