Über uns

Internationalen Handwerksmesse 2010 in München

IHM2010-Merkel

IHM als Plattform für die Handwerkswirtschaft
Bundespolitik muss über steuer- und sozialpolitische Reformen für selbst tragenden Aufschwung sorgen

"Die Internationale Handwerksmesse bietet den bayerischen Handwerksbetrieben eine einmalige Plattform, um sich von ihrer besten Seite zu präsentieren. Ich bewundere, mit welcher Stärke die Handwerker die Krise meistern." betonte Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil beim Rundgang über die IHM. Jetzt müsse es den Betrieben darum gehen, sich weiter mit guter Qualität und neuen Ideen im In- und Ausland zu behaupten. Wirtschaftsstaatsekretärin Katja Hessel erklärte beim IHM-Empfang der Bayerischen Staatsregierung, dass alle vom Engagement der bayerischen Handwerker profitierten. "Gerade auch im ländlichen Raum sichern sie Wachstum und Beschäftigung", so Hessel.

BHT-Präsident Heinrich Traublinger, MdL a. D., betonte: "Wenn das Handwerk das Zentrum der Wirtschaft ist, dann ist die Internationale Handwerksmesse das Herz dieses Zentrums". Traublinger bezeichnete die IHM als wichtigen Indikator für die Handwerkswirtschaft. Momentan sei die Stimmung im Handwerk bemerkenswert gut. Dies sei allerdings kein Anlass zur Euphorie, erklärte Traublinger. Der Aufschwung sei auch im Handwerk vornehmlich durch staatliche Konjunkturhilfen initiiert. Auch wenn sich Besserung abzeichne, gehe die deutsche Wirtschaft nach wie vor am Krückstock. "Da wir künftig aber ohne staatliche Gehhilfen auskommen müssen und dies auch wollen, sollte die Bundesregierung die anstehenden grundlegenden steuer- und sozialpolitischen Reformen voranbringen", so Traublinger. Dies sei letztendlich auch die Voraussetzung dafür, dass die Verbraucher für ein Anspringen der Binnenkonjunktur sorgen und sich ein selbst tragender Aufschwung entwickeln könnte, so der BHT-Präsident: "Wir brauchen eine Wirtschafts- und Finanzpolitik mit extremem Fingerspitzengefühl. Nur mit einer intelligenten Balance aus Wachstumsimpulsen auf der einen Seite und durchdachten Konsolidierungsmaßnahmen der ausufernden Staatsausgaben auf der anderen Seite kann dies gelingen." Eine Streichung von Steuervergünstigungen ohne Differenzierung und Prüfung der Wachstumswirkung wäre der falsche Weg. Bestes Beispiel sei der Steuerbonus für Handwerksleistungen. Dieser habe sich in den letzten Jahren als wahrer Wachstumsbeschleuniger erwiesen. Traublinger: "Durch seine Doppelwirkung - einerseits die Nachfrage nach Handwerkerleistungen anzuregen, andererseits aber die Schwarzarbeit wirkungsvoll einzudämmen - gilt er als Paradebeispiel für intelligente Steuerpolitik. Dieses Instrument zeigt, dass Steuervergünstigungen und Haushaltskonsolidierung sehr gut zusammengehen." Eine Anhebung auf 4000 Euro, also das Niveau der haushaltsnahen Dienstleistungen, wäre schon aus Gründen der Gleichbehandlung angebracht. Auch eine grundlegende Strukturreform der Einkommensteuer könne ähnliches bewirken. Wenn in der breiten Leistungsmitte der Einkommensteuerzahler mehr steuerliche Anreize gesetzt würden, würde das Selbstfinanzierungseffekte auslösen, betonte der BHT-Präsident.



diesen Artikel weiterempfehlen

Folgende Seite weiterempfehlen

Ihre Name*Ihre E-Mail*E-Mail des Empfängers*

diesen Artikel weiterempfehlendrucken

Sitemap | Impressum | Datenschutz | Kontakt