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BHT-Mitgliederversammlung in Nürnberg

Dynamisches Wachstum im Handwerk
Stabile wirtschaftliche Entwicklung im bayerischen Handwerk.

28. Oktober 2016

Die wirtschaftliche Entwicklung im bayerischen Handwerk lasse nichts zu wünschen übrig, bekräftigte der Vizepräsident des Bayerischen Handwerkstags (BHT) Dr. Georg Haber anlässlich der Mitgliederversammlung am 28. Oktober 2016 im Nürnberger Rathaus, zu dem das bayerische Handwerk auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt begrüßen durfte.

Der Wirtschaftsbereich Handwerk wachse dynamisch, betonte Dr. Haber. In den ersten drei Quartalen 2016 stieg der Gesamtumsatz im bayerischen Handwerk um nominal 5,2 oder real um 3,7 Prozent auf 76,47 Milliarden Euro, die Beschäftigung in den rund 202.000 bayerischen Handwerksbetrieben war zum 30.09. im Jahresvergleich um ein Prozent auf 941.000 Personen angewachsen. Erfreulich entwickelten sich auch die Investitionen: In den ersten drei Quartalen lagen sie mit knapp 2,4 Mrd. Euro um 2,7 Prozent über dem Vorjahresstand. Dr. Haber: „Das stabile Konsumklima und der boomende Wohnungsbau geben weiter günstige Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung. Das bayerische Handwerk wird 2016 die gesamtwirtschaftlichen Prognosen übertreffen. Wir rechnen mit einem Umsatzwachstum von vier Prozent auf 107,2 Milliarden Euro. Die Investitionen werden um drei Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Euro ansteigen. Und auch die Beschäftigung sollte um rund ein Prozent auf 918.000 im Jahresdurchschnitt wachsen.“

Dass die deutsche Konjunktur rund läuft, merke man auf der Einnahmeseite, erklärte der BHT-Vizepräsident. Der Staatssäckel sei so voll, dass es höchste Zeit werde, einen Teil davon an die Bürger und Unternehmen zurückzugeben. Das bayerische Handwerk denke vor allem an eine Rückführung des Mittelstandsbauchs oder die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Dr. Haber: „Das ‚Reförmchen‘ der Einkommensteuer, das das Bundeskabinett kürzlich beschlossen hat, greift eindeutig zu kurz. Dahinter steckt eigentlich nicht mehr als der Staat sowieso zur Anpassung des Existenzminimums tun musste. Eine echte Steuerentlastung sieht anders aus.“

Auch der falsche Kurs bei der Rentenpolitik, wie Mütterrente und Rente mit 63, die auf Kosten des Beitragszahlers gehe, dürfe nicht weiterverfolgt werden, so Dr. Haber in Nürnberg. Die aktuelle Rentenniveaudebatte lasse leider erwarten, dass auch hier der Beitragszahler wieder der Leidtragende sein wird. Ein besonderes Anliegen sei es dem Handwerk, Lücken in der Altersvorsorge von Selbständigen zu verhindern, die unzureichend für das Alter vorgesorgt haben. Das Handwerk setze sich daher für die Einführung einer Altersvorsorgepflicht für alle Selbstständigen ein. Allerdings sollten die Betroffenen wählen dürfen, ob sie in die gesetzliche oder in eine private Rentenversicherung einzahlen. Für Existenzgründer und Selbstständige, die bereits eine adäquate Alterssicherung aufgebaut haben, sollten dabei Erleichterungen und Übergangsvorschriften gelten, forderte der BHT-Vizepräsident.

Erfreuliche Ausbildungsplatzbilanz

BHT-Hauptgeschäftsführer Dr. Lothar Semper konnte der Mitgliederversammlung eine erfreulich positive Ausbildungsbilanz im bayerischen Handwerk vorstellen. Zum 30. September lagen den bayerischen Handwerkskammern 26.839 neue Ausbildungsverträge vor. Das sind 805 bzw. 3,1 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Dieser Zuwachs sei in Zeiten schwieriger werdender Rahmenbedingungen am Ausbildungsmarkt alles andere als selbstverständlich. Die positive Entwicklung könne man deshalb als überzeugendes Indiz dafür interpretieren, dass für viele Jugendliche eine Berufsausbildung im Handwerk an Attraktivität gewonnen habe. Dr. Semper: „Darüber hinaus scheinen die vielfältigen Aktivitäten unserer Handwerksorganisationen, wie die Imagekampagne des deutschen Handwerks oder die bayernweiten Kampagnen ‚Macher gesucht!‘ und ‚Elternstolz‘, erste Früchte zu tragen.“ Sehr viele Aktivitäten auch im bayerischen Handwerk gelten im Moment der beruflichen Integration von Flüchtlingen, so der BHT-Hauptgeschäftsführer. Im bayerischen Handwerk gebe es zurzeit über 1.300 Auszubildende mit einem Flüchtlingshintergrund.

 

 Ansprechpartner

Jens Christopher Ulrich
Stv. Stabsstellenleiter, Pressesprecher

Telefon 089 5119-122
Fax 089 5119-129
jens-christopher.ulrich--at--hwk-muenchen.de

Rudolf Baier
Stabsstellenleiter, Pressesprecher

Telefon 089 5119-120
Fax 089 5119-129
rudolf.baier--at--hwk-muenchen.de





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