Über uns

Abschlussfeier des 59. Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks auf Landesebene in Straubing

PLW auf Landesebene 2010

101 Landessieger in Straubing geehrt
Für das Handwerk wird es immer schwieriger, geeigneten Nachwuchs zu finden

 
"Die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist unser größtes Kapital", betonte der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL a. D., bei der Abschlussfeier des 59. Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks auf Landesebene in Straubing. Die Grundlage dafür werde im Handwerk im dualen Berufsausbildungssystem gelegt, erklärte Traublinger bei der Feier für die 101 Landessiegerinnen und -sieger, die in diesem Jahr als Beste ihres Ausbildungsberufes in Bayern abgeschnitten haben.

"Ihre Erfolge stimmen uns optimistisch für die Zukunft unseres Handwerks und damit auch für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland," lobte sie der Präsident der gastgebenden Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Franz Prebeck. Die Kreativität und die Leistungsbereitschaft des erfolgreichen Nachwuchses seien die einzigen unerschöpflichen Rohstoffe, die die Zukunft des Handwerks bestimmten. Prebeck zitierte den amerikanischen Soziologen Richard Sennett, der betont, Handwerk sei vor allem auch Kopfwerk: "Zivilisatoren sind Menschen, die Kopf und Hand miteinander verbinden".

BHT-Präsident Traublinger machte deutlich, dass es trotz wieder steigender Lehrvertragszahlen für die Betriebe immer schwieriger werde, geeignete Auszubildende zu finden. Bereits im letzten Jahr konnten in Bayern 8.100 Lehrstellen, über ein Fünftel des gesamten Angebots, nicht besetzt werden. Angesichts des Schülerrückgangs und der gleichzeitigen Belebung des Lehrstellenmarktes erwartet das bayerische Handwerk auch für 2010 eine ähnliche Situation. Traublinger: "Wenn ich die aktuelle Situation am Lehrstellenmarkt mit einem Satz zusammenfassen darf, dann lautet dieser: Hervorragend für Bewerber, die zunehmend mehr Auswahl haben, schwieriger für unsere Betriebe, die zunehmend weniger Auswahl haben." Er betonte, das Handwerk müsse sich verstärkt um Jugendliche mit Migrationshintergrund bemühen. Traublinger: "Uns kommt es nicht darauf an, wo jemand herkommt, uns interessiert, wo jemand hin will.

Als herausragendes Beispiel für die zahlreichen Fortbildungsmöglichkeiten im Handwerk nannte der BHT-Präsident die in vielen Berufen angebotene Meisterprüfung. Sie beinhalte nicht nur die Qualifikation zum selbstständigen Unternehmer, Handwerksmeister seien auch gefragte Fach- und Führungskräfte sowie anerkannte Ausbilder. Traublinger: "Meisterbetriebe sind außerdem deutlich erfolgreicher am Markt als Betriebe, die nicht von Meisterhand geführt werden." Als Meister habe man seit letztem Herbst auch die Möglichkeit, an jeder bayerischen Universität oder Fachhochschule uneingeschränkt jedes Fach studieren zu können. Damit habe sich, so Traublinger, eine langjährige Forderung des Handwerks erfüllt. Eine Berufsausbildung werde zur gleichwertigen Alternative zum Abitur. Der BHT-Präsident: "Diese Botschaft ist insbesondere für alle Eltern wichtig, da sie ja ganz wesentlich mitentscheiden, ob ihr Kind eine schulische oder eine berufliche Laufbahn einschlagen soll."



diesen Artikel weiterempfehlen

Folgende Seite weiterempfehlen

Ihre Name*Ihre E-Mail*E-Mail des Empfängers*

diesen Artikel weiterempfehlendrucken

Sitemap | Impressum | Datenschutz | Kontakt