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Konjunkturentwicklung in Bayern

Konjunkturbericht des Bayerischen Handwerks für das 3. Quartal 2011

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Die wirtschaftliche Entwicklung hat sich im 3. Quartal wieder beschleunigt. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte im Vorjahresvergleich um 2,5 % zugelegt haben. Für 2011 wird mit einem Wachstum von 2,9 % gerechnet.

Der private Verbrauch dürfte sich in den Berichtsmonaten wieder erholt haben, nachdem er im 2. Quartal zur Schwäche neigte. Die Investitionstätigkeit der gewerblichen Wirtschaft blieb von den Turbulenzen auf den Finanzmärkten und den wachsenden Konjunktursorgen nicht unbeeinflusst. Der Export hat im Zuge der weltweiten Konjunkturabschwächung an Fahrt verloren, nahm aber im Juli und August immerhin noch um 9,2 % zu. Das Preisklima blieb weiter angespannt. Die Inflationsrate stieg von 2,3 auf zuletzt 2,6 % und damit auf ein neues Dreijahreshoch. Der Arbeitsmarkt hat sich in den Sommermonaten wiederverbessert. Im September lag die Arbeitslosenquote bei 6,6 % (Vorjahr: 7,2 %).

 

Entwicklung des Bayerischen Handwerks im 3. Quartal 2011

Übersicht

Der Konjunkturaufschwung des bayerischen Handwerks verlief in der ersten Jahreshälfte 2011 äußerst kraftvoll und hat sich in den Sommermonaten fast unverändert fortgesetzt. Entsprechend gut war die Stimmung in den Betrieben: Der Geschäftsklimaindex lag erneut bei 89 Punkten. Angesichts guter realwirtschaftlicher Daten im Handwerk zeigte sich die Branche bislang unbeeindruckt von den aufkommenden Rezessionsängsten.

Die Beschäftigung nahm konjunktur- und saisonbedingt weiter zu. Vor allem die hohe Kapazitätsauslastung und die prall gefüllten Auftragsbücher veranlassten die Firmeninhaber, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Allerdings waren geeignete Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt nur schwer zu bekommen. Ende September war die Zahl der tätigen Personen etwa 0,5 % höher als vor einem Jahr.

Der Ordereingang blieb auf hohem Niveau, wenngleich die Dynamik nachgelassen hat. Die Nachfrageberuhigung war vor allem eine zyklische Reaktion auf den rasanten Aufholprozess. Folglich verfügte das Handwerk zum Quartalsende über komfortable Auftragsreserven von 7,4 Wochen (Vorjahr: 6,7 Wochen).

Die Umsätze setzten den Wachstumskurs fort. Das Expansionstempo hat sich allerdings nach dem außerordentlich starken Anstieg in der ersten Jahreshälfte etwas verlangsamt. Getragen wurde die Umsatzausweitung im Wesentlichen vom Baugewerbe, den Zulieferern und dem Kraftfahrzeughandwerk.

Die Investitionstätigkeit hat zuletzt etwas an Schwung eingebüßt. Die Ausgaben für Ausrüstungsgüter und Bauten lagen aber immer noch deutlich über dem Vorjahreswert. Die erhöhte Auslastung und die günstige Finanzierungskonditionen wirkten investitionsstützend.

Das Handwerk erwartet im Schlussquartal 2011 trotz der verschlechterten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen einen weiterhin recht positiven Geschäftsverlauf. Lediglich in konjunktursensiblen Branchen wird mit ersten Bremseffekten gerechnet.





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